Akute, umkomplizierte Harnwegsinfekte sind eindeutig ein Frauenproblem. Die Ursache dafür, dass Frauen weitaus häufiger an einer Blasenentzündung leiden als Männer, ist anatomisch bedingt.

Denn die weibliche Harnröhre ist mit 4 cm erheblich kürzer als die männliche mit rund 20 cm Länge, was das Aufsteigen von Bakterien in die Blase erleichtert. Zusätzlich ist der Eingang der Harnröhre aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Analbereich besonders für E. coli Bakterien, den Hauptverursachern einer Blasenentzündung (Cystitis), bei Frauen leichter zu erreichen.

Wenn sich die Blase erkältet!

Die begünstigenden Faktoren einer Blasenentzündung sind vielfältig.

  • Auskühlung im Intimbereich
  • Häufiger Geschlechtsverkehr
  • Veränderung des weiblichen Hormonhaushaltes in den Wechseljahren
  • Verwendung von Intimsprays, Diaphragma, spermizidem Gel

 Zu den klassischen Beschwerden einer akuten Blasenentzündung zählen:

  • starke Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
  • das Gefühl eines permanenten Harndrangs
  • Verkrampfungen der Blasenmuskulatur.

Die Symptome sind sehr unangenehm und können das Wohlbefinden stark beeinträchtigen, doch lassen sich meist gut behandeln. Bei einer rechtzeitigen Therapie bessern sich die Beschwerden in der Regel schnell und es treten keine Komplikationen auf.

Nur selten tritt bei einem unkomplizierten Harnwegsinfekt Fieber auf und nie kommt es zu Flanken- oder Rückenschmerzen. Beim Auftreten solcher Symptome besteht der Verdacht einer in das Nierenbecken aufgestiegenen Infektion. In solchen Fällen muss dringend zum Arztbesuch geraten werden.

Therapie & Vorbeugung