Die häufigsten Auslöser für Blasenentzündungen

Um Mittel und Wege zu finden, Blasen­entzünd­ungen in Zukunft zu vermeiden oder zumindest schnell zum Ab­klingen zu bringen, ist es wichtig, die Ursachen zu kennen. Wir zeigen Ihnen die häufigsten Auslöser im Über­blick.

Unter­kühlung

Die Blase kann sich „erkälten“ – zumindest im über­tragenen Sinn. Wenn der Unter­leib auskühlt, ist auch die Durch­blu­tung vermindert, was eine lokale Abwehr­schwäche hervor­ruft. Bakterien haben so leichtes Spiel.

Angegriffenes Immunsystem

Nicht nur Kälte kann unser Im­mun­system schwächen, auch Über­anstreng­ung, wenig Schlaf oder falsche Ernähr­ung sind Gründe, warum unsere Immun­abwehr herab­gesetzt sein kann. Unter diesen Voraus­setzungen kommt es leichter zu Blasen­entzündungen.

Falsche Intimhygiene

Viele Frauen mei­nen es besonders gut mit der Intimpf­lege und versuchen, Harnwegsinfekten durch penible Reinig­ung und diverse Pflege­produkte vorzu­beugen. Meist ist diese Maß­nahme jedoch kontra­­produktiv, denn nur die wenigsten Reinigungs­produkte sind auch für den empfindli­chen Intim­bereich geeignet. Seife oder Dusch­gel können den Säureschutz­mantel der Schleim­haut zerstören und dadurch das Ein­dringen der Bakterien erleichtern.

Falsche Antibiotikaeinnahme

Oft werden bereits bei den ers­ten An­zeichen eines Infekts Anti­biotika ver­schrieben. Diese helfen zwar in vielen Fällen, bringen jedoch weitere Prob­leme mit sich. Viele Patienten setzen das Medi­kament ab, so­bald die Symptome ab­ge­klungen sind. Ein Fehler, denn das Antibioti­kum muss immer so lange ein­genommen werden, wie es in der Packungs­beilage angege­ben ist oder der Arzt es verordnet hat.

Der Grund: Auch wenn die Be­schwerden bereits ver­schwunden sind, können sich noch Bakterien in den Harn­wegen be­finden, welche die Antibiotika­therapie dann über­leben. Sie können nicht nur den nächsten Infekt aus­lösen, sondern zudem auch Resistenzen gegen das Medi­kament entwickeln, was es bei der nächsten Therapie wirkungs­los machen kann. Eine weitere Begleiter­scheinung der Antibiotika­einnahme ist, dass die Wirk­stoffe nicht zwischen krank­machenden Bakterien und den „guten“ Bakterien, die für eine gesunde Vaginal- oder Darm­flora zuständig sind, unter­scheiden. Auch von diesen wird ein Teil abgetötet, was unter anderem die Scheiden­flora aus dem Gleich­gewicht geraten lässt und die Ent­stehung einer neuen Entzün­dung be­günstigen kann. Darüber hinaus gilt es als erwiesen, dass eine gesunde Darm­flora maßgeblich an einem stabi­len Immun­system beteiligt ist.

Mehr Informationen zur Vorbeugung finden Sie hier