Heilpflanzen

Schon lange bewährt und gut verträglich

Die Wirkungen der pflanzlichen Arzneimittel (Phytopharmaka) sind teilweise schon seit vielen Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden bekannt. Neben einigen anderen Stoffen wie zum Beispiel Mineralien waren sie bis weit ins 19. Jahrhundert hinein bei vielen Krankheiten "Therapie der Wahl". Sie sind - auch wenn sie als "Wunderkraut" oder "Allheilmittel" oft überschätzt wurden - wichtiger Bestandteil in den Therapieempfehlungen eines Plinius in der Antike oder eines Paracelsus im Mittelalter.

Mit der rasanten Entwicklung der Medizin und der Chemie sind Pflanzenstoffe dann allerdings in den Hintergrund getreten. Dazu hat sicherlich auch beigetragen, dass Pflanzen-Arznei oft sehr unspezifisch eingesetzt wurde. Zum zweiten ist die Ursache-Wirkungs-Beziehung bei Pflanzen manchmal nicht eindeutig, da sich in Pflanzen in der Regel eine Vielzahl von potentiell wirksamen Stoffen finden.

Die Renaissance der Heilpflanzen

Nicht zuletzt wegen ihrer in der Regel sehr guten Verträglichkeit, der geringen Nebenwirkungen und auch im Hinblick auf eine bewusste und gesunde Lebensführung erfreuen sich pflanzliche Arzneimittel in den letzten Jahren wieder einer zunehmenden Beliebtheit. So spielen pflanzliche Arzneimittel insbesondere im Rahmen der Selbstmedikation eine immer größere Rolle.

Die heute große Akzeptanz der Phytotherapeutika hat natürlich auch mit der "Verwissenschaftlichung" von Forschung, Herstellung, Dokumentation und Zulassung zu tun. 

Die Standardisierung der Produktionsprozesse

Damit in jeder Dosis (Dragee, Kapsel usw.) die gleiche Menge an wirksamen Pflanzeninhaltsstoffen enthalten ist, wird der gesamte Herstellungsprozess vom Arzneipflanzenanbau über die Trocknung und Extraktion bis hin zur fertigen Arzneiform (Kapsel, Dragee, Lösung etc.) ständig überwacht.

Wirkung und Zulassung

Phytopharmaka sind Bestandteil der modernen Arzneitherapie. In sogenannten Monografien wurden seit den 80er und 90er Jahren Eigenschaften und Einsatzgebiete niedergelegt. Die Wirksamkeit kann durch pharmakologische und klinische Studien belegt werden. Für pflanzliche Arzneimittel gelten wie für alle anderen Arzneimittel die rechtlichen Bestimmungen für die Zulassung nach dem Arzneimittelgesetz.

 
Pflichtangaben
Cystinol akut® Dragees

Wirkstoff: Bärentraubenblätter-Trockenextrakt.
Anwendungsgebiete: Entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege.
Hinweis: Enthält Lactose. Packungsbeilage beachten.

Gebrauchsinformation
Cystinol long® Kapseln

Wirkstoff: Trockenextrakt aus Echtem Goldrutenkraut.
Anwendungsgebiete:
Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, bei Harnsteinen und Nierengrieß. Zur vorbeugenden Behandlung bei Harnsteinen und Nierengrieß.

Gebrauchsinformation
Cystinol® N Lösung

Anwendungsgebiete: Unterstützend zu ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Wärmebehandlung bei entzündlichen (auch bakteriell bedingten) Erkrankungen der ableitenden Harnwege wie: Entzündungen des Harnleiters (Ureteritis); Blasenentzündung (Cystitis), Reizblase; Entzündungen der Harnröhre (Urethritis). Bei Blut im Urin, bei Fieber oder Anhalten der Beschwerden über 7 Tage ist ein Arzt aufzusuchen.
Warnhinweise:
Enthält 24 Vol.-% Alkohol sowie Maltitol; Gebrauchsinformation beachten!

Gebrauchsinformation

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Fachinformationen
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